Hafenlohr, 25.03.2018, von Peter Baier

Jahresrückblick beim THW-Ortsverband

Hafenlohr: 80 geladene Gäste, Helferinnen und Helfer, folgten am Samstag Abend der Einladung von Timo Hennig, Ortsbeauftragter des THW Marktheidenfeld, zum Jahresrückblick 2017 in das Bürgerhaus Anker in Hafenlohr.

Hennig blickte auf ein ereignisreiches Jahr zurück, das von einer großen Anzahl an Einsätzen geprägt war. 44 Mal rückte der Ortsverband aus, u. a. zu einer Flugzeugbergung, zu Vermisstensuchen, zu Unterstützungen und technischen Diensten auf der Autobahn nach Verkehrsunfällen, bei Hochwasser nach starkem Regenfall und  zur Bergung eines Pkw aus dem Main. Auch beim G20-Gipfel in Hamburg war die Unterstützung des Ortsverbandes gefragt. Insgesamt waren 551 Termine wahrzunehmen.

Hennig führte aus, dass Ausbildung und Einsätze prozentual gesehen der kleinste Teil der geleisteten Stunden ausmacht. Allgemeine Dienste wie Besprechungen, Begehungen, die Fahrzeug- und Unterkunftspflege nehmen dagegen fast 40 Prozent des Zeitaufwandes in Anspruch. Der Ortsverband erbrachte im vergangenen Jahr 25.418 Stunden, was im Schnitt pro freiwilligem Helfer eine Stundenzahl von 183 ergibt. Aktuell zählt der Ortsverband 139 Helfer, davon 11 Frauen.

Besonders stolz ist Hennig auf die Jugendarbeit im Ortsverband. Bei zahlreichen Übungen und Ausflügen „werden die kids als Helfer herangezogen“! Getreu dem Motto “spielend helfen lernen“ bereiten die Jugendbetreuer die Kleinen auf den aktiven Dienst vor. Zudem wurde im vergangen Jahr die „Minigruppe“ gegründet. Es ist jetzt möglich, bereits ab einem Alter von 6 Jahren dem THW beizutreten.

Positiv erwähnte Hennig die Ausstattung. So konnte im vergangen Jahr ein neues Schlauchboot in Dienst gestellt werden, welches die schon vorhandenen Wasserfahrzeuge für Hochwassereinsätze und Vermisstensuchen auf dem Main ergänzt.

Im vergangenen Jahr wurde auch das bislang größte Projekt des Fördervereins umgesetzt. Die Beschaffung eines neuen Pkw für den THW-Ortsverband. Da dieser nicht vom Bund finanziert wurde, war dies ohne zahlreiche Spenden von Firmen, Kommunen, Vereinen und Gönnern nicht möglich. Seinen besonderen Dank richtete Hennig an den Vorsitzenden des Fördervereins, Alfred Ritter.

Die sich ändernde Sicherheitslage war ebenfalls ein Punkt, den Hennig ansprach. Da das THW ein fester Bestandteil der zivilen Verteidigung ist, wird es auch in Zukunft Umstrukturierungen geben. Neben den Kernaufgaben Retten und Bergen wird sich das THW noch weiter in Richtung Notinstandsetzung  ausrichten.

„Wer aufhört besser zu werden, hat aufgehört gut zu sein!“ Nach diesem Motto versucht Hennig seinen Ortsverband zu führen.

Hennig lobte und bedankte sich für die gute Zusammenarbeit mit den Rettungsdiensten von Feuerwehr und BRK und bot gleichzeitig auch Unterstützung „auf dem kleinen Dienstweg“ an. Mit einem Rückblick in Bildern rundete er seinen Vortrag ab.

Zum Schluss seiner Rede bedankte er sich bei allen Helferinnen und Helfern, den Betreuern, der Regionalstelle sowie den Landtags- und Bundestagsabgeordneten für die Unterstützungen auf verschiedenen Ebenen und die geleistete Arbeit.

Grußworte folgten von MdB Alexander Hoffmann, von Thorsten Schwab, der in seiner Eigenschaft als Bürgermeister Schirmherr der Veranstaltung war, aber auch als MdL und stellvertretender Vorsitzender des Fördervereins nahe am Geschehen des Ortsverbandes ist und sich für die Belange des THW einsetzt. Sabine Sitter als stellvertretende Landrätin und Michael Kleinfeller (stellv. Leiter der Polizeiinspektion Marktheidenfeld) richteten ebenfalls Grußworte an die Anwesenden.

Karin Munzke, Leiterin der Regionalstelle Karlstadt, dem auch der Ortsverband Marktheidenfeld unterstellt ist, informierte über Neuaufstellungen und Umstrukturierungen der Ortsverbände. Zudem informierte sie mit Statistik über die Arbeit im THW.  Anschließend nahm sie Ehrungen für insgesamt 10 Helfer vor.

Geehrt wurden Kai Müller (Auslandseinsätze) Jörg Engelhardt (Helferzeichen in Gold) Sebastian Geis (10 Jahre Helfer im THW) Jürgen Fischer, Stephan Gerberich und Michael Mehling (20 Jahre) Marco Schreck (25 Jahre) Jens-Peter Weiglein (30 Jahre) und Friedrich Engelke (40 Jahre).  Für Berthold Schwab, der krankheitsbedingt nicht anwesend sein konnte, hielt Karin Munzke eine Laudatio für 60 Jahre Mitgliedschaft und federführende und herausragende Leistungen in verschiedenen Funktionen im Ortsverband.

Was nützt die beste Feier ohne gutes Essen? Und so geht besonderer Dank und ein dickes Lob an unser Küchenteam mit Rudolf Jeßberger, Georg Kraus und Marc Rechenberg. Ihr habt wieder ein hervorragendes Menue gezaubert und alle zur besten Zufriedenheit versorgt. Danke an dieser Stelle für Eure hervorragende Leistung!

 

 


Alle zur Verfügung gestellten Bilder sind honorarfrei und dürfen unter Angabe der Quelle für die Berichterstattung über das THW und das Thema Bevölkerungsschutz verwendet werden. Alle Rechte am Bild liegen beim THW. Anders gekennzeichnete Bilder fallen nicht unter diese Regelung.




Suche

Suchen Sie hier nach einer aktuellen Mitteilung: